Willich: Phosphorreste brannten ab
09.04.2008
Willich: Phosphorreste brannten ab. kempen/Schiefbahn (RP) Stark qualmende Phosphorreste an einem leeren Weltkriegsgeschoss haben gestern für Aufregung an der Mülhauser Straße in Kempen gesorgt. Aus einer Gärtnerei stieg dichter Rauch auf. Der um 13.30 Uhr alarmierte Löschzug Kempen entdeckte in einem Gewächshaus die Ursache: Auf der gemauerten Werkbank, so Einsatzleiter Ulrich Buckenhüskes, lag eine aufgeschnittene, etwa 40 Zentimeter lange und 20 Zentimeter dicke Metallhülse. Anhaftende Phosphorreste hatten sich selbst entzündet und brannten. Die Wehrmänner trugen das Teil nach draußen, deckten es mit Sand ab und wässerten es. Explosionsgefahr bestand nicht. Trockener Phosphor kann sich schon bei Raumtemperatur entzünden und abbrennen, so Buckenhüskes. Solche leeren Phosphorbomben würden immer wieder auf den Feldern beim Pflügen auftauchen, zuletzt am 19.Juni bei einem Bauern in Schiefbahn-Niederheide, der den Schrott auf einem Hänger an seinem Hof gelagert hatte. Auch da hatte sich der Phosphor entzündet ohne schlimme Folgen. Die Geschosse sind nach dem Krieg entschärft, geleert und oft wieder vergraben worden, so Buckenhüskes.
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