Querbeet: Rostiges für die Wasserschlürferin
09.04.2008
Querbeet: Rostiges für die Wasserschlürferin. In diesem Sommer blühen sie um die Wette, die blauen Bauernhortensien. Daran sind der feuchte Juli schuld und der saure bergische Boden. Denn Hortensien lieben viel Regenwasser, wie schon ihr botanischer Name besagt: Hydrangea – "Wasserschlürferin". Eine Besonderheit der Pflanze ist es, dass die Farbe ihrer Blüten durch die Bodenverhältnisse beeinflusst werden kann. Eisen und Aluminium und der Säuregehalt des Bodens sind dafür verantwortlich. Hortensien enthalten einen Farbstoff, der mit Eisen- oder Aluminium-Ionen eine Verbindung eingeht und die Blüten blau tönt. Ohne sie bleibt die Blüte rosa. Alaun aus der Apotheke oder Präparate wie Aluminiumsulfat oder Ammoniak-Alaun sorgen für Nachschub. Die alte Methode, rostige Nägel in den Boden zu geben, kann auch helfen, ist aber bei späteren Umgrabe-Arbeiten eher lästig. Eisen oder Aluminium-Ionen sind für die Pflanze nur verfügbar, wenn der Boden sauer ist. Um ihn sauer zu halten, sollten die Hortensien möglichst nur mit Regenwasser gegossen werden. Im Kübel saure Rhododendron-Erde verwenden. Einen Schnitt verträgt die Hortensie nach der Blüte, allerdings sollte nur Abgeblühtes entfernt werden. Denn in den neuen Austrieben ist schon die Blüte fürs nächste Jahr angelegt. Ihren europäischen Namen hat die aus Asien stammende Pflanze übrigens dem Botaniker Commerson zu verdanken. Er benannte sie nach seiner Geliebten Hortense Barre.
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